Session-Regeln
Auch wenn oft gesagt wird, dass Jedermann an einer Session teilnehmen könne, so sollte man doch über ein gewisses Mass an Können verfügen. Nur wenn man fähig ist, wenigstens ein paar Tunes zu begleiten, kann man zu einem unvergesslichen Abend beitragen und wird sich nicht überflüssig fühlen.
Bedenkt ausserdem, dass an den meisten ausgeschriebenen Sessions nicht selten langjährige Freundschaften gepflegt werden. Wenn man als «Gast» in eine solche Runde kommt, sollte man sich immer respektvoll und zurückhaltend verhalten.
Beachtet vor allem Folgendes:
- Immer fragen, ob man mitmachen darf (sich evtl. nach den Lokal-Regeln erkundigen, wie z.B. Sitzordnung für Bodhrán-Spieler o.ä.).
- Am besten zuerst eine Weile lang zuhören, um ein Gefühl für das Tempo und die Lautstärke zu bekommen, erst wenn man sich sicher fühlt, mitspielen.
- Wenn man spielt, soll man den Tune durchspielen (jedoch unbedingt abbrechen, wenn man den Takt nicht halten kann und bloss stört).
- Wenn man das Stück nicht kennt oder sich unsicher fühlt, ist es besser nicht zu spielen.
- Nie zu laut spielen (ist vor allem in einer kleinen Gruppe extrem störend).
- Mehr als eine Bodhrán pro Tune ist meistens zu viel und kann die Mitspieler irritieren (wenn mehrere Bodhráns anwesend sind: möglichst mit den anderen Bodhrán-Spielern regelmässig abtauschen).
- Man sollte nie zu viele Tunes anstimmen, ohne sich mit den anderen Musikern abzusprechen. Vielleicht kennt man ja die Tunes nicht oder hat gerade keine Lust sie zu spielen. Für Bodhrán-Spieler höchstens im Falle eines Solos relevant.
Denkt immer daran: sofern ihr die Session nicht organisiert, seid ihr Gäste und bloss zu Besuch. Ihr betretet eine «fremde Wohnstube» und solltet euch dementsprechend benehmen. Wenn ihr euch wie wildgewordene, taktlose Tipper-Schwinger aufführt, habt ihr kaum mehr verdient, als Verachtung. Anstand hingegen zahlt sich umso mehr aus.
Aber lasst euch von alledem bloss nicht abschrecken. Kommt aus euren Höhlen heraus und versucht euer Glück in der grossen weiten Welt. Es lohnt sich!
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