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Welche Tunes lernen

Jeder Anfänger stellt sich diese Frage. Zumal es Tausende von Tunes gibt. Leider gibt es keine richtige Antwort darauf. Auf jeden Fall sollte man das lernen, was einem gefällt. Und sicher auch das, was viele kennen und was ziemlich sicher irgendwann an einer Session gespielt wird. Aber natürlich ist es auch nie schlecht, wenn man etwas kann, was keiner kennt. Jedoch sollte man damit an einer Session sehr zurückhaltend sein.

Also – mit welchen Tunes soll sich denn nun ein Anfänger beschäftigen? Ich persönlich glaube, dass es das Beste ist, wenn man seine «unheimlich grosse» CD-Sammlung genauer betrachtet. Sucht nach Tunes, die von unterschiedlichen Bands aufgenommen wurden, am besten über mehrere Generationen verteilt. Diese Tunes werden mit grosser Wahrscheinlichkeit sehr viele Session-Musiker kennen. Ob diese Stücke jedoch gerade an eurer ersten Session gespielt werden, ist eine ganz andere Frage.

Für Bodhrán-Spieler ist die Teilnahme an einer Session zwar einfacher, doch keineswegs einfach. Auch «wir» müssen uns den Tunes anpassen, dürfen nie den Takt verlieren und sollten weder langweilig noch aufdringlich klingen. Ein Solo darf auch nur wagen, wer es wirklich im Griff hat (und möglichst auch nur nach Absprache), beim Set-Wechsel und Finishing muss man stets auf der Hut sein und ausserdem gilt es immer den «richtigen» Tipper in die Hand zu nehmen, um den Tune zu unterstreichen und auf keinem Fall durchzustreichen.

Aber wie überall gilt auch hier: Übung macht den Meister. Je mehr man spielt (z.B. zuhause zur CD oder mit Freunden oder an einer Slow-Session) umso rascher kommt man voran und umso näher rückt die allererste öffentliche Session. Es wird sicher nicht die letzte sein.